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Was ist Palo Santo?

Das „Heilige Holz“ (Palo = „Holz“ / „Stick“, Santo = „heilig“) wird besonders in Südamerika bewundert und zieht dort seit vielen Jahrhunderten die Menschen in seinen Bann. Bereits die Inka und andere ursprüngliche Völker verwendeten Palo Santo.

Der Duft, der beim Verräuchern / Zerstäuben von kleinen Sticks / ätherischen Ölen entsteht, ist wohltuend für Körper, Geist und Seele. Er fördert harmonische Stimmungen und kreiert eine entspannte Atmosphäre. Zusätzlich wirkt der Geruch des heiligen Holz Stress mildernd und emotional ausgleichend, sodass Palo Santo sehr gern bei Meditationen und zeremoniellen Anlässen verwendet wird – z.B. in Kirchen oder von traditionellen Schamanen.

Der Baum

Der Begriff Palo Santo steht für ein Holz, dass aus verschiedenen Baumarten gewonnen werden kann. Man kann deshalb das heilige Holz sowohl in Latein- als auch in Südamerika finden. Doch je nach Baumart, aus der das Palo Santo gewonnen wurde, kann insbesondere der Geruch recht unterschiedlich sein.

Wir von Mein Palo Santo arbeiten mit Produkten aus der Provinz Manabí in Ecuador. Das Palo Santo stammt dabei von der Baumart „Bursera Graveolens“. Die weiblichen Bäume sind sehr harzreich, und eignen sich besonders gut für die Gewinnung von ätherischem Palo Santo Öl. 1

Bursera Graveolens gehört zur Pflanzenfamilie der Balsambaumgewächse (Burseraceae). Das Verbreitungsgebiet dieser Baumart reicht von Mexico bis nach Peru.2

Bursera Graveolens – Baum in der Provinz Manabí, Ecuador

Das Holz bei unseren Produkten von Mein Palo Santo wird mit höchster Sorgfalt der Natur entnommen, sodass der Eingriff des Menschen so schonend wie möglich geschieht. Dies bedeutet in unserem Falle natürlich, dass ein von alleine abgestorbener Baum zur Verfügung steht (Totholz), der als Grundlage für die Herstellung dient. Dabei gilt der Grundsatz: je länger ein Baum absterbend in der Natur verweilt, desto besser die Entwicklung des ätherischen Öls.

Insbesondere der geduldige, schonende und fachgerechte Umgang mit den Bäumen durch unsere ecuadorianischen Partner, gewährleistet eine hervorragende Qualität unserer Palo Santo Produkte. Wir verwenden nur Bäume, die mindestens 3 Jahren nach dem „Umfallen“ / „Abknicken“ in der Natur verweilt haben. In seltenen Fällen kann das Palo Santo sogar bis zu 10 Jahren in der Natur liegen. Wenn der Baum gefällt wird, würde sich das Ätherische Öl sich im Baum nicht oder nur Teilweise bilden.

Unser Palo Santo wird dementsprechend ausschließlich von umgefallenen Bäumen aus nachhaltiger Bewirtschaftung gesammelt.

Es gibt Hinweise, dass bereits die Inka und Ureinwohner Südamerikas die Vorzüge des Palo Santos genossen haben.3

Rechtliche Informationen zu Palo Santo

Bursera Graveolens ist nicht in der europäischen Artenschutzverordnung (VO(EG) Nr. 338/97) und nicht in dem „Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) aufgeführt. Es ist demnach nicht besonders bedroht und unterliegt keinem besonderen Schutz.4

Anders als z.B. die Baumart „Bulnesia sarmientoi“, welche in der Artenschutzverordnung (Anhang B) und dem CITES-Abkommen (Anhang II) aufgeführt ist, unterliegt die von Mein Palo Santo verwendete Baumart „Bursera Graveolens“ keinen gesonderten Zollkontrollen bzw. -beschränkungen.5

CITES = Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora

Unser Palo Santo ist vom Ecuadorianischen Landwirtschaftsministerium untersucht worden und hat ein offizielles Gesundheitszeugnis erhalten (Certificado Fitosanitario).

Demnach ist das von Mein Palo Santo verwendete Holz von keinen Insekten, Pilzen oder Ähnlichem befallen und genügt höchsten Qualitätsansprüchen.

Palitos de Palo Santo (Räuchersticks)

1kg Beste Qualität (Kernholz) für 125€
1kg Beste Qualität (Kernholz) für 125€

Palo Santo kann man als latein- und südamerikanisches Pendant zum orientalischen Weihrauch bezeichnen.6 Dort wird Palo Santo ebenfalls in Kirchen fürs Räuchern verwendet.7

Der Geruch, der beim Abbrennen entsteht, vertreibt effektiv jegliche Art von Mosquitos.8 Es kann festgestellt werden, dass je intensiver der Geruch des Palo Santo wahrnehmbar ist, umso stärker die Mosquitos vertrieben werden.

Spirituelle Wirkung:

Besonders in Südamerika wird Palo Santo von Schamanen und Medizinmänner verräuchert, da es in das „Energiefeld“ der Ritualteilnehmer eindringen und so Unglück, negative Gedanken und böse Geister vertreiben soll.9

Auch die Holzkohle des Palo Santos wird für spirituelle Zwecke verwendet.10

Palo Santo Tee

Anwendung:11

Die Verwendung von Palo Santo als Tee hat lange Tradition in Südamerika. Der Tee wurde schon zu Zeiten der Inka getrunken und findet auch in der heutigen Zeit Dank des weitergegebenen Wissens der Indigenen Völkern noch Anklang.

Insbesondere in der kalten Jahreszeit.

Traditionelle Tee-Zubereitung in Ecuador:

Es werden in Ecuador von der BESTEN Qualität kleine Späne (z. B. mit dem Küchen-Sparschäler) abgeschält, eine kleine Hand voller Späne reicht für ca. 3/4 – 1 Liter, bzw. ein durchschnittlicher Stick für ca. 4 – 4,5 Liter. Diese Späne werden dann mit kochendem Wasser übergossen. Ziehzeit etwa 15 Minuten. Wenn der Tee länger zieht, wird er bitterer. Bei Bedarf wird der Tee mit etwas Rohrzucker, Honig oder anderen Zutaten, wie z. B. Ingwer, verfeinert. Geschmack des Tees: leicht süßlich, etwas wie Bergkräuter, etwas wie Fenchel, etwas erdig.

Achtung:

Aufgrund der deutschen Rechtslage dürfen wir aktuell unser Palo Santo nicht als Tee verkaufen.

Ätherisches Palo Santo Öl

Herstellung:

Das Öl wird durch Wasserdampf-Destillation des zerkleinerten Holzes gewonnen

Aus ca. 20 kg Holzspänen kann man bis zu 1 kg ätherisches Öl gewinnen.12

Anwendungen & Wirkung:

1.) Als Zugabe von wenigen Tropfen zu Massage-Ölen zur punktuellen Anwendung auf die Haut (z.B. auf Stirn, Schädel, Nacken, Wirbelsäule, Rücken, etc.):

Löst Verspannungen bzw. fördert die Entspannung von Körper und Geist.13

Durchblutungsfördernd, schmerzlindernden, allgemein wärmend (max. 33% Palo Santo Öl mit einem wärmenden Massageöl verdünnt).

2.) Als Duftstoff mithilfe einer Duftlampe, eines Duftsteins oder Zerstäubers:

Der sich verbreitende Duft des Öls wirkt entzündungshemmend, hat antivirale und antibakterielle Eigenschaften, stärkt das Immunsystem und lindert typische Erkältungsbeschwerden.

3.) Wenige Tropfen in eine Duftlampe geben, Dampf tief einatmen und entspannen. Dies hilft ebenso die Schleimproduktion zu regulieren.

Seelische Wirkungen: stresslindernd; beruhigend zur Unterstützung beim Einschlafen; Energie fördernd, da die Produktion von Noradrenalin und Dopamin (Botenstoffe bzw. Neurotransmitter) angeregt werden kann und dies Antriebsschwäche und Trägheit zuvorkommt.14

4.) Als Zugabe in ein warmes Bad.

5.) Als Zugabe für einen Saunaaufguss.

Achtung:

Momentan darf das Palo Santo Öl offiziell nur in Ecuador als Massageöl/Kosmetikprodukt verwenden und vertrieben werden. Wir bemühen uns aktuell um eine Zulassung eines Mein Palo Santo Massageöls für den deutschen Markt und bitten daher in dieser Hinsicht noch um etwas Geduld.

Ein Hauptinhaltsstoff des Palo Santo Öls sind Monoterpene. Stark monoterpenhaltige Öle können in hoher Dosierung zu Hautirritationen führen. Daher sollte (bei empfindlicher Haut) Palo Santo in einem Basis-Öl gelöst oder in Vermischungen mit anderen ätherischen Ölen (z.B. in Verbindung mit Myrrhe, Lavendel oder Mandel) verwendet werden.15

Von Mein Palo Santo verwendete Verpackungen:

Papiertüten:

Aus recyceltem und kompostierbarem Kraftpapier.

Aus CO² neutraler Herstellung.

Quellen:

1 https://de.wikipedia.org/wiki/Balsambaumgew%C3%A4chse (22.11.2019).

2 https://en.wikipedia.org/wiki/Bursera_graveolens (22.11.2019).

3 Informationen von unserem Partner aus Ecuador, https://en.wikipedia.org/wiki/Bursera_graveolens (22.11.2019)

4 Gemäß der Generalzolldirektion (Dresden), dem Bundesamt für Naturschutz sowie der deutschen CITES
Vollzugsbehörde (04.11.2019).

5 Ebenda (siehe vorherige Fußnote).

6 http://www.satureja.de/atherische_ole/enzyklopadie_der_dufte/palo_santo1/palo_santo1.html (22.11.2019).

7 Beschreibung eines Palo Santo Baumes auf einem Schild in Manabi, Ecuador (Juni 2019).

8 Ebenda (siehe vorherige Fußnote).

9 https://en.wikipedia.org/wiki/Bursera_graveolens und
http://www.satureja.de/atherische_ole/enzyklopadie_der_dufte/palo_santo1/palo_santo1.html (22.11.2019).

10 http://www.satureja.de/atherische_ole/enzyklopadie_der_dufte/palo_santo1/palo_santo1.html (22.11.2019).

11 Informationen von unserem Partner aus Ecuador.

12 http://www.satureja.de/atherische_ole/enzyklopadie_der_dufte/palo_santo1/palo_santo1.html (22.11.2019).

13 https://en.wikipedia.org/wiki/Bursera_graveolens (22.11.2019).

14 http://www.satureja.de/atherische_ole/enzyklopadie_der_dufte/palo_santo1/palo_santo1.html (22.11.2019).

15 Ebenda (siehe vorherige Fußnote).